Jakobsweg Archives - Seite 2 von 10 - HALBTAGSPILGERN

Jakobsweg

Ein Königreich für einen Schirm

Schirmkauf in Leon. Weil es doch gar nicht aufhören wollte zu regnen und ich noch ein bisschen die Stadt erkunden wollte, bin ich kurzerhand in einen Laden gestürmt und wollte einen Regenschirm. Paraqua. Ist klar oder “ein FürWasser”. Ich liebe Spanisch. Naja. Da hatte ich mir ja genau das richtige Geschäft ausgesucht. Schirmkauf als kultische Handlung. Der Mensch, der auch Regenschirme repariert, wie man sehen konnte, bot mir verschiedene Schirme an. Er wollte wissen, wofür genau ich den Schirm brauche, ob es auch ein windsicherer […]

2018-08-22T08:42:14+02:00

Zivilisation ist auch ganz schön

So mein letzter reiner Pilgertag ist angebrochen. Ich bin in Leon unterwegs. Eine sehr schöne Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale und einem noch beeindruckenderen Kneipenangebot. Hier gibt es sie noch, die spanische Tapaskultur. Das bedeutet, du bestellst etwas zu trinken und dazu bekommst du kostenlos einen Happen. Ein Schinkenbrot, Käse oder whatever.. So kannst du dich quasi trinkend satt essen. Done!

Übrigens, was fällt euch an der Marienstatue auf?? Was ist anders? Auflösung persönlich;))

 

2018-08-22T08:37:00+02:00

Spanisch

Der einzige warme Ort hier in dem Hostel ist die Gaststube. Hier spielen sich gerade interessante Szenen ab. Ich bin taub. Ein spanischer singender Macho hat mich aufs Ohr geküsst. Also zum Abschied. Man soll nicht Adios sagen, das sagt man hier nur, wenn man sterben möchte. OK, ist klar. Ansonsten sagst du hier gefälligst “Hasta Luego” – bis bald. Hat er mir gerade nach dem tauben Kuss erklärt. Sein Kumpel, ein sehr alter Mann hat mir einen Magenschnaps ausgegeben und der mittelalte Macho einen Tee. Naja ist doch auch gut. Jedenfalls […]

2018-08-21T00:29:54+02:00

Herberge der besonderen Art

Heute habe ich mal wieder ein schräges Quartier erwischt. Schon interessant, was sich die Gastwirte hier am Weg so ausdenken. Hier bin ich jedenfalls in so einer Bastlerherberge gelandet. Alles gut, Kamin, lecker so eine Art spanische Gulaschsuppe mit Linsen. Das Bettenhaus allerdings – muy muy frio! Sehr kalt. Also draußen ist wärmer! Das will bei 2 Grad schon was heißen. Heute werde ich wieder froh sein, meinen Schlafsack zu haben. Dafür habe ich authentisches Camino-Feeling. ;))

2018-08-20T07:41:23+02:00

In der Provinz Leon

 

Nun also letzte Etappe. Hinter mir müssten ungefähr 300 km zu Fuß liegen. Ganz schön viel. Eigentlich. Naja, die schnellen Australier oder der Ex-Bundi haben natürlich mehr hinter sich. Sie sind mir schon weit voraus. Heute war ich langsam am Start und langsam unterwegs. Das gab mir Zeit, den ganzen Reiz des Weges noch einmal auszukosten. Beispielsweise das Labyrinth in meine eigene Mitte zu […]

2018-08-22T08:26:50+02:00

Nachtrag

Habe gerade den schlauen Australier wieder getroffen, der in Hongkong lebt mit seiner Singapur-Freundin. Da gehst du nichts ahnend durchs Dorf und triffst die wildesten Typen. Ihr wisst schon, das war der, den ich an der Waschmaschine getroffen habe und der mir erklärt hat, dass ich den Schmerz wegdenken soll. Die beiden haben beschlossen, langsamer zu gehen. Und guck: sie sind ja auch erst hier. Also das ist ein Dorf mit 600 Einwohnern max. Aber die Pilger sind irgendwie eine große Gemeinschaft. P.S. Sein Tipp hat funktioniert.

2018-08-20T07:38:15+02:00

Was der Camino so erzählt

Der Weg erzählt eine Menge Geschichten, beispielsweise, wenn man aufmerksam durch Unterführungen geht, die Beschriftungen der Verkehrszeichen liest oder auch auf den Boden schaut. Überall haben kreative oder gelangweilte oder anderweitig inspirierte Pilger ihre Spuren und Geschichten hinterlassen. Viele sind hier, um den Verlust geliebter Menschen zu verarbeiten. Mein bisher schönstes Beispiel ist dieses hier. (Suchbild!)

2018-08-22T08:24:15+02:00

Unerwartet stilvoll

Das hier ist der Hammer. Während ich das schreibe, sitze ich im Salon. Ja, es ist ein Salon. Kamin, fette Ledercouch, uralte Anrichte, schmiedeeiserne Tischbeine, Kronleuchter. Und RUHE. Das kommt in Spanien selten vor. Für Pilger. Eine Oase der Ruhe. Ein ausgeprochen schönes Bad und ein normales 16-Mann-Schlafzimmer. Aber das hier ist echt der Hammer! Habe schon schön gearbeitet und so geht es wirklich schön. Insgesamt ist die ganze Herberge sehr nett eingerichtet. Ist zwar irgendwo im Nirgendwo, also nicht der touristische HotSpot, aber unbedingt zu empfehlen!

2018-08-22T08:21:02+02:00