Was willst du jetzt machen?

“Das Leben ist Leiden” ist eine der vier noblen Weisheiten des Buddhismus. Habe ich gerade im Kloster gelernt. Mitten in den Bergen im Norden Thailands, wo es tagsüber über 30 Grad heiß ist und nachts auf kühle 15 Grad herunterkühlt, habe ich erkannt, wie war das ist. Licht braucht Schatten. Wenn es für eher unbewegliche Wenig-Sportler wie mich einfach wäre, stundenlang im Schneidersitz zu sitzen, hätte die ganze Meditation keinen Sinn. Ich hätte ja nichts, um mich abzulenken. Wenn ich immer Urlaub hätte, wie könnte ich dann Dankbarkeit für die Entdeckungen unterwegs emfinden?

Um 4 Uhr morgens läutet die Glocke zum Aufstehen, zum heißen Tee und zur Meditation. Das Leben ist Leiden – und das geht für mich beim Knien los. Autsch. Nach spätestens 10 Minuten knackt und knirscht es. Und dann schläft mein Bein ein. Es sind Banalitäten, ich weiß. Aber das Prinzip ist das Gleiche, wie das was Buddha feststellte, dieser einst verwöhnte Prinz. Als er das erste Mal in seinem Leben als junger Mann den Palast verließ. sah er einen Kranken, einen Alten und einen Toten. Das traf den jungen Mann ins Herz. Er reiste durch sein Reich. Und er fand: “Das Leben ist Leiden.” Er meditierte, aß nicht und trank nicht. Magerte ab und hatte Schmerzen. Und Siddhartha, der später Buddha genannt werden sollte, stellte fest, dass alles in Balance sein musste. Nur Nahrung für den Geist reicht eben auch nicht. Ab und an muss es doch mal ne ordentliche Leberwurst (oder Tofuwurst) Stulle sein!

Balance zwischen deiner inneren Zufriedenheit und dem Außen, deinem äußeren Umfeld. Buddha stellte fest, dass alles in Balance sein soll. Selbstfürsorge. Fürsorge für die anderen, Fürsorge für den Körper und für den Geist. Und die Seele. Und bei dir gehe ich davon aus, dass du sehr viel für andere tust. Ich gehe aber auch davon aus, dass du was ändern möchtest, sonst würdest du mir nicht hier auf diesem Blog folgen. Aber was genau tust du für dich selber? Was genau? Und was willst du JETZT machen? Schließ doch bitte kurz die Augen und schau mal, welches Bild kommt. Hör in dich hinein. Was sagt deine innere Stimme? Wie fühlt es sich an, wenn du jetzt los gehen könntest, ohne auf jemanden oder etwas Rücksicht zu nehmen? Was würdest du tun? Was lässt du los? Immer unter der Voraussetzung, dass du niemandem schadest. Niemandem! Eben auch nicht dir selber. Und manchmal schadest du dir durch das Festhalten an etwas am Allermeisten. Worauf hast du Bock? Büro? Oder was anderes?

Schreib es dir auf und wenn du magst, teile es mit mir!

Die Frage habe ich mir vor vielen Jahren auch gestellt. Und die Antwort gefunden: Ich möchte halbtagspilgern. Und bin dankbar ohne Ende dafür. dass ich es darf. Es ist ein Weg gewesen. Zu Beginn war es ein 10-Minuten-Pilgern;)) Später ein Halb-Stunden-Pilgern. Es braucht alles seine Zeit. Wenn du willst, teile ich meine Erfahrungen mit dir. Ich freue mich auf dein Feedback per Mail an jw@wieduwilt-kommunikation.de