Ein Gespräch über Kraft, Rituale und Energie

Heute habe ich Bettina Greschner im Interview. Bevor sie selbst erzählt, was sie macht, sag ich dir erst mal, warum mich Bettina so beeindruckt und warum ich sie genau hier bei mir im Halbtagspilgerblog haben und von ihr lernen wollte.

Der Hammer

Bettina ist nämlich der Hammer. Ich kenne derzeit niemanden, der mit solcher Kraft in die Welt geht. Komm mal kurz mit: Du stehst im Raum und der ist ziemlich leer. Da sind schon Menschen, aber es ist ruhig. Absolut ruhige See. Vielleicht plätschert es hier und da. Dann geht die Tür auf und Bettina kommt rein.

Bühne frei

Nein, falsch, Bettina kommt nicht rein! Sie tritt auf! Und sie bringt sofort alle Energie in den Raum. Welle! Also ich meine keine Babywellen, wie im Kinderplanschbecken! Ich meine richtige dicke fette, große und absolut traumhafte Surferwellen. Das beamt dich erstmal in die Ecke.

Du denkst: Wow. Was für eine Frau!

Egal ob du w/m/d bist😉 So stark ist ihre Präsenz. Für Menschen, die zurückgezogen sind, so wie ich meistens, ist das ganz schön viel auf einmal. Ich muss dann erst mal noch unsichtbarer werden, um so viel positive Energie auszuhalten.

Wenn ich dann fertig bin mit Zurückgezogensein, dann kann ich Bettina zusehen, spüren, was sie mit den Menschen um sie herum macht. Und da passiert einiges, denn abseits der Welle ist Bettina einfühlsam und mit ihren Fragen stets auf den Punkt. Danke für die Impulse, die mich jedes Mal weiterbringen. Bettina ist für mich der Inbegriff von 100 Prozent und mein Vorbild.

Jana Wieduwilt:

Liebe Bettina, danke das du hier bist. Woher nimmst du diese unbändige Kraft?

Bettina Greschner:

Ich sorge jeden Tag gut für mich. Ich wache jeden Morgen auf und treffe die Entscheidung: „Ich will heute einen großartigen Tag haben, ich will, dass es mir gut geht“. Denn, wenn es mir gut geht, dann geht es auch meinem Umfeld gut.

Mindset und kalte Dusche im Garten

Ich arbeite natürlich mit den Tools der Reich-Methode “Deine persönliche Bestform”. Das fängt schon morgens mit einem guten Mindset an. Und dann geht der Weg barfuß in unseren Garten, rein in die kalte Dusche. Das ist für mich schon mal der absolute Power-Shot, um mit diesem Mindset in den Tag zu gehen. Dass ich das Glück habe, mit Menschen wie dir, Jana, arbeiten zu dürfen, das ist wirklich großartig.

Also, da hole ich meine Kraft. Denn genau dafür stehe ich jeden Morgen auf, damit ich Menschen wie dich als Partnercoach bei Thomas und auch bei meinem eigenen Coaching in ihre persönliche Bestform bringen kann.

Jana Wieduwilt:

Du bist Partnercoach bei Thomas Reich, doch bevor es dazu kam, warst du ja selbst im Coaching bei Thomas. In welcher Situation hast du dich befunden, als du beschlossen hattest, in dich zu investieren? Und war es das erste Mal, dass du in dich selbst investiert hast? 

Bettina Greschner:

Ich war 2016 bei einem Punkt angekommen, da ging bei mir wie beim Roulette „Rien ne va plus“ nichts mehr. Gesundheitlich bin ich zwar gut durch meine Krebstherapie gekommen, es ging mir aber wie dir, Jana, damals, ich war wie in einem Hamsterrad gefangen.

In einem Hamsterrad von „noch mehr machen, noch mehr machen“. Ich hatte gemerkt, ich komme so nicht weiter, ich komme so nicht von der Stelle und ich hatte das Gefühl, in einem imaginären Theraband gefangen zu sein.

Ich war immer kurz vor meinem Ziel, als mich der Boden der Tatsachen zurückgeholt hatte. Und ich war auch nicht ich selbst, obwohl ich schon viel an mir gearbeitet hatte. Ich hatte nämlich im Vorfeld, bevor ich zum Coaching bei Thomas gegangen bin, das eine oder andere Coaching gemacht.

Nicht langfristig und nachhaltig

Das waren allerdings alles nur 1- oder 2-Tages-Seminare aber nichts Langfristiges und vor allem nichts Nachhaltiges. Das war ein Anpingen, wie wenn du dir einmalig eine homöopathische Therapie verpasst. Aber langfristig hat es wirklich nichts bei mir bewirkt. Und dann habe ich angefangen, ganz intensiv den Podcast von Thomas Reich zu hören und da war ein Podcast, der den Nagel bei mir auf dem Kopf getroffen hat.

Das war bei mir im Juli 2016, genau vor drei Jahren. Dann habe ich Thomas eine Nachricht geschrieben und im August, einen Monat später hatten wir uns dann zum Telefonieren verabredet. Dort hatte ich, während des Telefonats, eine Entscheidung getroffen. Und zwar hat Thomas mit der genau richtigen Frage den Finger so tief in die Wunde gesteckt, dass ich geschrien habe: „So will ich nicht mehr weitermachen in meinem Leben. Ich will glücklich sein, ich will in meine Bestform kommen. Ich will endlich das Leben leben, das mir zusteht – nicht nur mir, sondern auch meiner Familie.“

Entscheidung ohne zu wissen, wie

Ich habe mich entschieden, das Jahrescoaching bei Thomas zu machen, ohne zu wissen, wie ich das bezahlen soll. Aber das ist auch nicht wichtig. Das WIE ist überhaupt nicht wichtig, es geht einfach und ganz klar einfach nur um das WARUM. Warum will ich das machen?

Für mich war klar: Ich will jetzt leben, ich will jetzt in meiner mentalen und persönlichen Bestform sein und ich will jetzt die Dinge tun, die mir Spaß machen, die mich erfüllen, die mich wirklich dankbar machen und die in meiner Definition sinnvoll ist.

Ab dem Moment, in dem ich mich entschieden habe, kamen Möglichkeiten zu mir, so dass ich mir dieses Coaching auch leisten konnte. Allerdings kamen sie wirklich erst nachdem ich mich entschieden habe. Es kam ein weiterer Auftrag von meinem damaligen Auftraggeber zusätzlich rein. Unsere damalige Hausfinanzierung, die echt auf der Kippe stand, war wieder gesichert. Zu dem Zeitpunkt, als ich das entschied, hatten wir überhaupt kein Geld, unsere Konten waren komplett leer. Wir hatten keine Rücklagen, unsere Kreditkarte war belastet. Nach meinem Ja zum Coaching kam das Geld auf „übernatürliche“ Weise.

Darum geht es:

Buy a ticket, dream big, never, ever return.

Das habe ich getan und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich habe da auch gemerkt, dass dies für mich auch eine meiner wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben war. Das Jahrescoaching, dieser intensive Austausch mit Thomas, der intensive Austausch mit den Partnercoaches sind so wertvoll. Vor allem habe ich zusammen mit meinem Mann unsere “Personal Life Driver (PLD)”, unsere persönlichen intrinsischen Motivatoren entdeckt. Ich habe den Test gemacht, mein Mann hat den Test gemacht und wir haben uns endlich wirklich besser verstanden und haben jetzt ein ganz anderes Miteinander.

Jana Wieduwilt: Du weißt ja, ich bin Unternehmerin. Mit meiner Marketingagentur Wieduwilt Kommunikation begleiten wir Unternehmen dabei, ihre interne und externe Kommunikation strategisch auszurichten. Ich liebe mein Unternehmen. Zwischendurch liebte ich es mehr als mich selbst, mehr als meine Kinder und mehr als meinen Mann – einfach, weil ich so dermaßen im Hamsterrad gefangen war. Das waren keine guten Zeiten. Dann kam ich zum Halbtagspilgern, das ist die Kunst, sich selbst zuerst zu lieben und dann für die anderen ALLES zu geben. Diese Kunst teile ich hier gerne mit meinen Lesern.

Auch bei dir spüre ich so eine gigantische und authentische Leidenschaft für dein Business. DU machst Podcast – reinhören hier, du machst Vorträge, du bist Partnercoach bei Thomas Reich, hast dein eigenes Coaching am Start. Wann bitteschön und wie sorgst du für dich? Du bist ja auch Mutter und Ehefrau.

Bettina Greschner:

Ich tue alles wirklich mit Leidenschaft und mein Business ist mein Herzensbusiness. Bei dem, was ich mit meinem Business mache, verliere ich gerne auch mal Raum und Zeit und deswegen ist es für mich immer wichtig, in mich hineinzuspüren, was mir gerade aktuell guttut. Ich tue das intuitiv, d. H. es kann sein, dass ich morgens um 5 Uhr schon meine erste Runde jogge und dann kalt dusche, um in den Tag zu starten.

Arbeitsplatz im Café

Es kann aber auch sein, dass ich mir sage “Heute verlege ich meinen Arbeitsplatz” und dass ich mir beispielsweise mein Macbook schnappe und mich in Bremen oder Hamburg in ein Café setze und einfach mal etwas Office mache. Ich tue also alles was mir guttut und ich bediene damit täglich meine PLDs. Für mich bedeutet Gutes für mich zu tun, mich immer wieder zu fragen: “Was brauche ich aktuell?” Das kann Zeit mit meiner Familie sein und/oder irgendwas für mich in meinem Business oder einfach mit mir Zeit in Hamburg zu verbringen, denn meine Coachings finden an den schönsten Orten der Welt statt.

Verlängertes Coaching, Zeit für sich selbst

Ich habe für mich auch da ganz klar gesagt, wenn ich im Coaching bin, verlängere ich 1-2 Tage, hänge sie hinten oder davor dran und habe da einfach Zeit für mich. Ich habe einen ganz großartigen Ehemann, der mir einfach auch die Zeit und den Raum gibt, dass ich mich um mich kümmern kann.

Manchmal sind es nur kurze Sequenzen am Tag, die für mich allerdings unfassbar wichtig sind. Was ich auch immer selbst gelernt habe und bei meinem Coaching immer wieder erlebe ist, dass es nicht die Zeit ist, die wir verbringen, sondern die Intensität, die wir mit uns genießen.

PLDs bedienen

Wenn ich für mich merke, dass ich heute einen vollen Terminkalender habe, dann bediene ich einen meiner höchsten PLDs, zum Beispiel Herausgehobenheit, Führung, Kontaktfreudigkeit besonders intensiv und schaue dann auch, dass ich meine Bedürfnisse an allererste Stelle bringe. Insofern kann ich sagen, dass ich täglich im Flow bin.

Klare und offene Kommunikation

Zum Thema Kommunikation, ich kommuniziere mit meiner Familie ganz klar und offen, die sprechen offen mit mir, wir sind da ganz eng verbunden und spüren auch, wann es einfach mal Zeit ist, sich selbst zurückzunehmen bzw. dem anderen wieder einmal mehr Raum zu lassen.

Das ist für mich eine ganz feine, runde Sache.

Doch das Beste ist, dass, als ich anhand meiner PLDs erkannt habe, dass ich genau richtig bin, wie ich bin, dass ich es liebe, gefeiert zu werden, meine Herausgehobenheit zu bedienen. Ich liebe es, draußen zu sein, in der Stadt zu sein, meine PLDs auszuleben: Führung, Kontaktfreudigkeit, Herausgehobenheit, äußere Bestätigung.

Das sind die Dinge, die mich unglaublich bereichern und glücklich machen, sowohl beim Coaching machen als auch mit mir alleine als eben auch mit meiner Familie. Dass ich täglich meine PLDs bediene, das ist schon das Allerbeste was ich mir im positiven Sinne antun kann.

Jana Wieduwilt: Vielen Dank, liebe Bettina. Hast du Tipps für meine Leser, die sich (noch) nicht trauen, zu glauben, dass das Leben alles bereithält, was sie sich wünschen?

Bettina Greschner:

Die meisten Menschen begrenzen sich dadurch, dass sie aus Angst vor Veränderung und aus Angst vor dem Unbekannten nicht den ersten Schritt tun. Den ersten Schritt habe ich 2016 gemacht, ohne zu wissen, wie ich diese Investition aufbringen soll, wie ich das Coaching in mich investieren darf.

Entscheidung treffen, glücklich zu sein

Das allerwichtigste, was ich damals gemacht habe, war, dass ich eine Entscheidung getroffen habe. Ich habe die Entscheidung getroffen, dass ich endlich glücklich sein will, dass ich endlich das Leben leben will, was mir zusteht bzw. was wirklich jedem Menschen zustehen kann, wenn er sich wirklich dazu entscheidet.

Das ist mein Impuls:

Entscheide dich. Die einfachste Erfolgsformel der Welt ist: „Buy a ticket, dream big and never return!“ Orientiere dich auch nicht an den Referenzpunkten der Vergangenheit und erwarte dadurch andere Ergebnisse, sondern triff die Entscheidung und sei in voller Vorfreude auf die großartigen Möglichkeiten, die das großartige Leben dir noch schenkt.

Hätte ich damals, 2016, die Entscheidung nicht getroffen, keine Ahnung, hätten wir uns wohl nicht kennengelernt, hätte ich jetzt nicht das großartige Leben, was ich jetzt habe.

Unendliche Möglichkeiten voller Leidenschaft

Ich bin so dankbar und gesegnet für die unendliche Möglichkeiten, dass ich voller Leidenschaft Menschen glücklich machen darf. Das wiederum macht mich glücklich, vor allem, dass mir die Menschen vertrauen. Mich macht glücklich, dass ich durch meine Authentizität, mit meiner eigenen Persönlichkeit, die Menschen in ihrem Herzen berühre und sie immer mehr in ihre mentale Bestform gelangen.

Mentale Bestform

Das wäre ohne diese Entscheidung in 2016 niemals eingetreten. Damals wusste ich nicht, was passiert und ich kann dir sagen, jedes Jahr wird es besser. Jedes Jahr wird es noch besser. Als ich 2017 gesagt habe: „Boar, wie ist das super, wie sich mein Leben verändert hat.“ Im Dezember 2017 bin ich schon mit einem ganz anderen Mindset ins 2018 gegangen und das war das allererste Mal, dass ich mit einem guten Mindset, mit einem guten Vertrauen, voller guter Energie und Selbstbewusstsein ins neue Jahr gegangen bin. Ohne Ängste, ohne Zweifel, ohne Nöte, ohne Sorgen, dass etwas passiert, woher ich Geld bekomme. Seit 2017 kann ich die Fülle des Lebens sehen und bin auch bereit, diese Fülle anzunehmen.

Hol dir Begleitung!

Das passiert erst, wenn du die Entscheidung triffst, vorher passiert gar nichts. Und viel wichtiger noch neben der Entscheidung ist: Lass dich von einem Mentor, einem Coach oder einer Person begleiten, die an dich glaubt, die dir den Finger in die Wunde steckt, die da ist, wenn du das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle. Denn gerade in den Momenten, entweder wenn du auf deutsch wirklich am liebsten alles hinschmeißen willst, wenn du denkst: „Jetzt komme ich wieder an das Thema heran, ich dachte ich habe das schon aufgearbeitet und jetzt kommt wieder diese Emotion hoch, ich will das jetzt nicht.”

Das ist der Moment

Das ist der Moment, wenn es anfängt zu wirken, dass ist der Moment, den du erst spürst, wenn du weitermachst, mit Menschen, die dich begleiten und die dir auch die notwendigen Tools an die Hand geben, damit du alle Prozesse durchgehst.

Während meines eigenen Coachings habe ich so manche emotionale Achterbahnfahrten erlebt und bin so dankbar, dass ich die Prozesse in Begleitung meines Coaches durchgegangen bin. Genau das darf ich jetzt an meine Kundinnen und Kunden weitergeben.

Lass Emotionen zu

Wenn du zulässt, dass die Emotionen raus wollen, geht es los. Die meisten Menschen halten ihre Emotionen geschlossen in sich und wundern sich, warum sie immer auf der Stelle treten. Das war bei mir auch der Fall, ich bin immer wieder auf der Stelle getreten, habe immer wieder die gleiche Erfahrung gemacht, habe mich immer wieder in mein Schneckenhaus zurückgezogen.

Keinen richtigen Zeitpunkt

Es gibt nicht den richtigen Zeitpunkt, der richtige und allerbeste Zeitpunkt ist jetzt. Ausreden finden wir immer: “Ich muss zuerst das Problem XY lösen…” “Ich muss erst einmal eben meine Situation klären. Erst wenn ich die Situation geklärt habe, dann kann ich mir Zeit für mich nehmen.”

Das ist totaler, sorry, Bullshit, der Verstand gibt uns immer wieder Gründe, warum wir nicht in uns investieren oder warum es besser ist, in unserer Komfortzone zu bleiben.

Also, glaube an dich, entscheide dich für dich, triff die Entscheidung für dich und suche dir Menschen, der dich in deine mentale und persönliche Bestform begleitet.

Alles steckt schon in dir drin, du bist großartig wie du bist.

Du hast schon alle Potentiale in dir drin, alles ist in dir verankert. Du hast allerdings alles durch jeglichen äußeren Einflüsse, mit Sorgen, Ängsten, Zweifeln überdeckt und dich mit Nöten zugekleistert. Es ist meine Aufgabe, diesen Kleister wieder von dir abzunehmen, dass du endlich alle deine Potentiale aus dir herausholen kannst.

Jana Wieduwilt: Was sind deine Halbtagspilgertipps für deine Work-Day-Balance?

Bettina Greschner: Ich find Halbtagspilgern und Work-Day-Balance sind sehr schöne Begriffe, wobei ich sagen muss, wie ich schon im vorherigen Punkt erwähnt habe, dass ich es wirklich sehr genieße, was ich tue und auch immer das zu tun, was ich tue.

Mein Impuls ist der, dass du immer wieder selbst spüren musst, was dir guttut: Der eine braucht einen Tag Auszeit für sich, der andere braucht 7 Tage Schweigekloster und wieder ein anderer braucht 4 Wochen Malediven ohne alles, um einfach nur für sich zu sein.

Das alles ist einfach auch in Ordnung und richtig, wenn es sich für sie gut anfühlt. Mein Impuls ist der: Spür immer wieder in dich hinein und finde heraus was du für dich wirklich willst, ohne dich bei anderen zu orientieren.

Wenn du dich fragst „Wie macht den der oder die das, muss ich jetzt erst einmal ins Schweigekloster gehen, so geht das richtig?“, du dich aber dabei unwohl fühlst, ist das eher ein Stressor für dich.

Spüre immer wieder in dich hinein und rede mit dir und deinem Körper. Stelle dir und deinem Körper Fragen: „Körper, was brauchst du jetzt? Ah, du brauchst eine Umarmung! Wer ist jetzt in meinem Umfeld, der mir eine Umarmung geben kann?“ „Körper was brauchst du? Du willst mal barfuß auch dem Rasen gehen?“

Dann mach das.  So lebe ich meine Work-Life-Balance. Das kann sein, dass ich morgens den Impuls bekomme, dass es mir jetzt guttut zu bügeln, das hat jetzt mit meinem Business nichts zu tun, das bringt mich und meine intrinsische Struktur aber mal sowas von in Einklang. Denn ich weiß: “Alles klar, wieder ein To-Do erledigt, von Dingen, die ich im Grunde nicht so gerne mache. Bügeln gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsdingen und dennoch mache ich es. Und dieses Bügeln kombiniere ich dann damit, dass ich dann das ein oder andere Hörbuch höre oder auch selbst einen Podcast spreche. Es kann durchaus passieren, dass ich in diesen Situationen einen Podcast mache, da mir gerade hier die besten Ideen kommen.

Höre auf dich!

In diesem Sinne: Höre auf das, was dein Körper dir sagt, was die Seele dir sagt, spüre in dich rein und setze die Dinge wirklich um, die dein Körper will. Und all das, was sich für dich gut anfühlt und dir eine positive Resonanz gibt, das ist deins.

Alles, was sich schwer anfühlt und so zäh wie Kaugummi ist, das ist nicht deins. Höre in dich rein und wenn dein Körper mit dir spricht und dir sagt, er braucht jetzt Ruhe, dann frage ihn, welche Art von Ruhe er braucht, um diese Ruhe zu genießen.

Das ist meine Art der Work-Life-Balance, um das Wort jetzt nochmals in dem Zusammenhang zu benutzen, denn für mich gibt es im Grunde keine Work-Life-Balance, denn ich kann auch in Balance sein, wenn ich arbeite und das gibt mir unglaublich viel Energie, das ist für mich alles eins.

Mich kann es auch mal stressen, wenn ich nichts zu tun habe. Also, wenn ich nichts in der Freizeit tun dürfte, zum Beispiel habe ich mir mal einen Sauna-Tag gegönnt und bin dort nach maximal einer Stunde wieder weggefahren, da es mich so gestresst hat und ich darauf einfach keine Lust hatte.

Dann hatte ich mich hübsch gemacht und ins Café gesetzt, was mir dann einfach genau die Energie gab, die ich gebraucht hatte. Einfach intrinsische Herausgehobenheit.

Ich habe Kontaktfreudigkeit und in der Sauna kannst du nicht reden – kannst du schon, aber wirst du blöd angeguckt.

In der Situation war es für mich wieder so dass, ich das tue, was sich für mich gut anfühlt. Das hat für mich etwas mit Work-Life-Balance zu tun und nicht Dinge zu machen, die man so tut und von denen alle sagen, dass die richtig für dich sind: „Du musst jetzt ins Schweigekloster!“ „Du musst jetzt mal eine Woche ohne Handy aushalten.“

Immer am schönsten Ort

Für mich wäre das undenkbar und das würde ich auch nicht tun. Das ist mein Impuls zum Halbtagspilgern, für mich ist der schönste Ort immer da, wo ich mich aktuell wohl fühle.

Das kann sein, dass das im Wald ist, dass es bei mir Zuhause ist. Es kann aber auch sein, dass es in Blankenese in meinem wunderschönen Zimmer im Elsa Brändström Haus ist, wo ich meine Seminare und Coachings mache, dass ich nach dem Coaching auf dem Balkon sitze, auf die Elbe schaue und einfach dankbar, glücklich und beseelt bin.

Das ist für mich, der Work-Life-Balance-Ort. Im Grunde genommen, nehme ich den Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle, immer mit, das ist nämlich mein Herz. Wenn ich auf mein Herz höre und meinem Herzen immer die Aufmerksamkeit gebe, was es will. Wenn ich tue, was meine Seele will, was mein Körper will, dann bin ich immer am richtigen Ort. Das hat auch was mit Achtsamkeit zu tun. So gesehen tue ich das täglich und ich pilgere auch täglich, denn ich höre täglich in mich hinein.

Foto: Manuela Engelking

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