Wie es geht, halbtagspilgernd durchs (Geschäfts-)leben zu kommen

Wie Montag versprochen, gebe ich dir heute ein paar praktische Tipps, wie du selbst immer mehr zum Halbtagspilger werden kannst. Du hältst das alles für Quatsch?

Entweder Arbeit oder Vergnügen.

Nun, kann sein, dass es für dich heute noch so ist. Ich verstehe nur zu gut, was du meinst. Auch an mir sind Tage, Monate und Jahre vorbei gerast.

Und auf einmal war ich 39.

An die letzten vier Jahre konnte ich mich nur insoweit erinnern, als dass ich wusste, wo wir im Urlaub waren. HALLO? Urlaub haben wir zu jener Zeit etwa eine Woche gemacht, manchmal zwei Wochen im Jahr.

Und die restlichen 50 Wochen? Wo waren die?

Die waren aufgeteilt zwischen Arbeit, Unternehmensaufbau, Kinderkümmern, Hausarbeit und Ehrenamt. Ich kam da nicht vor. Also ich, Jana Wieduwilt.

Ich kam da nicht vor.

Für mich war keine Zeit im Terminkalender. Und ich konnte mir, so wie du jetzt auch, gar nicht vorstellen, wie das zu ändern wäre. Als erstes bitte ich dich:

Ändere deinen Blickwinkel!

Du bist im Moment getrieben von äußeren Einflüssen und Anforderungen. Ich weiß, du musst Geld verdienen, das Haus bezahlen und sehen, dass der Kühlschrank voll wird. Ich weiß. Und trotzdem frag ich dich jetzt mal was:

  1. Bekommst du das Geld für deine Leistung, die sie wert ist? Wenn ja, prima. Dann hast du genug, um dir Helfer zu suchen und sie anständig zu bezahlen. Für deine Hausarbeit, als Babysitter oder auch, um deinen Bürokram in Ordnung zu halten. Du bist unentbehrlich. Natürlich! Aber du kannst Wissen vermitteln und du wirst Menschen finden, die dir helfen können. Die Zeit, die sie dir schenken, ist deine!!
  2. Du bekommst nicht genug Geld? Dann erhöhe die Preise. Nein, ich bin kein Traumtänzer. Nein. Du wirst nur die falschen Kunden verlieren. Deine Kunden, die passen wie Ar…. auf Eimer, die wirst du behalten. Überlege dir, was du besonders gut kannst und welchen Mehrwert du deinen Kunden bietest. Und dann mach Angebote, die den Wert deiner Leistung widerspiegeln. Dann brauchst du weniger Aufträge abzuwickeln und hast auch wieder mehr Zeit.
  3. Kannst du beides gerade nicht ändern? Nun, dann überleg mal, was du so den ganzen Tag mit deiner Zeit machst. Zeichne dir mal auf, was du so pro Tag machst. Mach dir eine Stundenliste oder trag dir jede Tätigkeit, auch Essen, Schlafen, Social Media und Handy-Daddeln in deinen Kalender ein. Mach das mal ne Woche. Und ich bin mir sicher, du findest Dinge, die du weg lassen und stattdessen eine (kleine) Pilgerrunde einplanen kannst.
  4. Du hast alles mega-effektiv geregelt? Jede Minute verplant? Hmm. Bist du viel im Auto unterwegs zu deinen Terminen? Dann parke eine oder zwei Querstraßen weit von deinem Ziel weg und lauf den Rest. Oder sei 15-20 Minuten vor dem Termin da und check kurz die Location aus. Oder steh 15 Minuten eher auf und atme – in deinem Garten, am Fenster oder auf dem Balkon. Vielleicht kannst du dir da noch deine Lieblingsblumen hinstellen – das ist ja fast wie Wald.
  5. Du hast keine Geschäftstermine sondern gehst von 9 to 5 ins Büro? Nun, ich bin mir sicher, du hast eine Mittagspause. Nutze sie. Und geh eine Runde um den Block. Deine Kollegen werden dich komisch angucken, weil du das die letzten 20 Jahre nicht gemacht hast? Nun: Dann hast du ja einen Grund, es jetzt zu tun. Wenn du magst, verwende meinen Lieblingsspruch: “Öfter mal was Neues!”
  6. Du bist als Mutti zu Hause und die lieben Kleinen lassen dir kaum Luft zum Atmen? Abends fällst du todmüde ins Bett? Dann geh MIT deinen Kleinen pilgern. Mach de kleinen Spaziergang für deine Mini-Monster zum Abenteuer. Sammelt Kienäppel (brandenburgisch für Kiefernzapfen) oder beobachtet das Mutschekiebchen (Marienkäfer). Gerade Kinder kannst du megaschnell mit solchen Kleinigkeiten ablenken und dann macht ihr die Pilgertour eben gemeinsam. Vielleicht kann ja dein Mann/deine Frau auf mal ein paar Minuten mit den lieben Kleinen….?
  7. Mach dir das Halbtagspilgern nicht zum Stress. Wenn es jetzt gerade wirklich nicht geht, dann ist es auch ok. Dann nimm dich ab und an ein Wochenende ganz raus. Einfach mal raus. Abschalten. Das kannst du alleine machen – oder noch mal mein Halbtagspilger-Retreat checken, das vom 11.-13. Oktober stattfindet. Ankommen. Runterkommen. Du selbst sein. Neu ausrichten. Nun, lies selbst. Ich freu mich auf dich!

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