Ein Tag im Coworking Space Chiang Mai, Thailand

Wie ihr wisst, darf ich viel unterwegs sein. Was ich immer dabei habe, sind Laptop, Ladekabel und mobiles Internet. Immer. Ja, auch, wenn ich Blumenfest in Chiang Mai angucke, oder leckerschmecker Tom Yum Suppe verspeise. Ich schätze es auch, wenn ich im Coworking Space rückenfreundlich arbeiten kann mit stabilem Internet. Und nun seid mal gaaaanz leise und kommt mal mit: Aber pssssst. Leiseeee..

Co-Working das hört sich so nach Co an. Ist es nur bedingt. Es ist eher ein Platz, an dem sich Computer-Arbeiter und sicher auch einige Unternehmer treffen, um nebeneinanderher zu arbeiten. Sie kommen, morgens nicht so viele, dann so gegen Mittag mehr. Je nach Charakter, langsam im Buggy-Stile in großen wiegenden Schritten oder im Chill-Mode badelatschenschlurfend oder schnell, zielstrebig und direkt. Suchen einen Platz in dem alten Betriebsgebäude und packen mehr oder weniger geräuschvoll ihre Rechner aus. Manche mit mehreren Bildschirmen, manche mit “Ständer” für bessere Rückenfreundlichkeit, manche einfach so. Der eine macht sich erst mal einen Kaffee, der andere setzt sich straight an seine Arbeit. Hier ist mehr Disziplin als in einem Großraumbüro! Gesprochen wird kaum, wenn, dann geflüstert. Zum Telefonieren oder Skypen oder Zoomen gibt es so wunderbare “Einzelzellen”:))) siehe Bild oben. Ansonsten hörst du hier nicht viel. Das Rauschen der Klimaanlage und das Klicken der Mäuse. Das Tippen der Tastatur. Mehr NICHT. Und that’s it.

Es wird schon gesprochen, aber vor allem draußen vor dem Haus, im angegliederten Café und im Eingangsbereich. Insgesamt erstaunlich wenig. Introvertierte Weltreisende, die programmieren, Online-Shops betreiben, Grafiker sind oder auch größere Geschäfte haben. Es sind alle zwar im lockeren Outfit und in Sandalen unterwegs, aber sie arbeiten recht intensiv. Mal eine Tee- oder auch Raucherpause. Ein asiatischer Programmierer hat sich offenbar überarbeitet, er liegt auf der Couch und schläft. Aber er schnarcht nicht. Auch das geschieht in völliger Stille und niemand – außer mir wahrscheinlich, wundert sich darüber. Und wisst ihr was? Es ist Klasse! Du kannst nirgends so ungestört arbeiten, wie in diesem Coworking Space.

Was sollte so ein Platz zum Arbeiten haben?

  • vernünftige Gebühren und – wenn du öfter die Orte wechselst, moderate Tagespreise
  • ordentliche Bürosessel und angemessen hohe Tische
  • Licht. Das lässt hier (jedenfalls ab 18.30 Uhr, wenn es dunkel wird) zu wünschen übrig
  • Ruhe.
  • Einzelkabinen zum Skypen und Telefonieren
  • Gruppenarbeitsräume
  • Sauberkeit.
  • Internet setze ich mal voraus. Und Strom. Verteilerdosen auf den Tischen auch, in die alle Adapter dieser Welt rein passen.
  • Kaffeeflatrate, Mikrowelle, Wasserkocher oder so was ähnliches sind auch nicht zu verachten.