Sieben Tipps für die Stille in dir, aus der Ideen entstehen!

Ich nehme es wahr und weiß nicht, was heute anders ist. Jana, du wirst alt, bekloppt oder irgendwie stimmt was nicht, denke ich laut vor mich hin. Und ich rede mit mir selbst. Auweia. Ich blicke mich um. Niemand da, der mir zuhören und mich für Plemplem erklären könnte. Hoffe ich zumindest, denn es raschelt im Gebüsch. Hach, nur ein Vogel. Na, der wird schon nicht petzen. Einschub: Ich glaube, petzen ist ein sächsisches Wort, das steht für “jemanden anschwärzen.” Ich liebe sächsische Wörter. Zumindest einige.

Zurück zum Thema: Die Vögel jedenfalls werden mit ihren Vogelkollegen schön über die durchgeknallte Halbtagspilgerin lästern, die hier am See sitzt und mit sich selbst spricht. Na, egal! Ich versteh ja kein Vogelisch. Insofern kann es mir wirklich egal sein. Ich versinke wieder ins Nachdenken.

Ein Morgen, der mich “stillt”.

Was fühlt sich denn so… warm, ruhig und gelassen an? Es ist ein Morgen, wie viele. Oder doch nicht? Ich spüre den Frühling. Überall ist Aufbruch. In der Natur, bei den Menschen, die ich gerade treffe. Viele haben große oder kleine Projekte am Start. Mir an diesem Morgen so still zu Mute. Irgendetwas “stillt” mich.
Damit meine ich nicht, dass die Vögel nicht zwitschern oder ich von Ferne die Kirchturmglocken nicht läuten höre. Ich meine so eine Stille, die so umfassend ist, dass es sowas ist, wie nach Hause kommen. Eine Stille, die warm und samtig ist.

Aber wo kommt das Gefühl her? Selbst Creo, unser Hund scheint das wahrzunehmen. Selten nur sitzt er so andächtig, wie hier auf dem Foto. Wieso ist das so? Es ist in mir. Achdu heiligs Blechle: ICH bin still. Es kommt aus mir. Ich rede schon wieder halblaut vor mich hin. Egal jetzt.

Das ist ja toll. Ich staune vor mich hin. Innere Ruhe! Ich? Wer mich kennt, weiß, dass dies ein Zustand ist, den ich nie nie nie habe. Ich hab immer irgendwas zu machen, denken, reden, fühlen und stecke stets im inneren Dialog. Mein Monkeymind hat ADHS (Hinweis: Dies ist ein literarisches Werk – eine Form von Kunst. Ich möchte meiner künstlerischen Freiheit Ausdruck verleihen und niemanden verletzen, indem ich diesen Vergleich heranziehe.)

Es hält die Klappe

Normalerweise plappert und redet und spricht mein Monkeymind, meine innere Stimme unaufhörlich. Und jetzt: Jetzt hält das hyperaktive Ding endlich mal die Klappe. Ich erkenne den Zusammenhang. Heute früh habe ich vor dem Laufen etwa eine Stunde meditiert. Zum ersten Mal so lange am Stück. Ich habe das Mantra: Clear your mind. Clear your mind verwendet. Danach war er weg, der Monkey. Ich genieße diese Leere. Herrlich!

Zusammengefasst für dich:
  1. Erkenne deinen Monkeymind, deine innere Stimme, dein schnatterndes Gehirn an. Es ist gut, dass es da ist.
  2. Komm runter. Tu etwas, was dich runterbringt. Meditieren. Stricken. Schreiben. Malen. Was auch immer es ist, es sollte etwas sein, bei dem du dich ganz und gar konzentrieren musst.
  3. Gib dem Monkeymind klare Anweisungen, wann es dich in Ruhe lassen soll.
  4. Probier es mal aus, wie lange du diese Tätigkeit tun solltest, um ganz leer zu werden.
  5. Fang an.
  6. Genieße es!
  7. Entwickle aus der Leere heraus Ideen, lass sie einfach kommen. Es wird großartig.

Lass mich gerne wissen, wie es dir dabei geht. Ich freue mich!